Wandern auf La Gomera: 600 Kilometer Wege – und kein einziger gleicht dem anderen
Steil. Grün. Atemlos. Man setzt den ersten Schritt auf den moosbedeckten Boden des Lorbeerwaldwegs, während über einem die Äste der Lorbeerbäume wie ein grünes Gewölbe zusammenwachsen. Wandern auf La Gomera ist kein Freizeitprogramm – es ist ein Eintauchen in einen Wald, der seit 20 Millionen Jahren unverändert wächst, in Schluchten, die keine Straße erschlossen hat, und auf Wegen, die Hirten, Bauern und Bananenhändler lange vor uns gegangen sind.
Zwischen Lorbeerwald, Vulkankegeln und schwarzer Küste
Mit über 50 dokumentierten Routen bietet La Gomera für jeden Anspruch den passenden Weg: von der Ruta 4 (0,8 km, 20 Minuten, leicht) bis zur großen Hermigua-Runde über den Alto de Garajonay (21,8 km, 1.299 Höhenmeter, schwer). Ikonische Klassiker führen vom Nationalpark-Gipfel ins Valle Gran Rey, über den Camino de Cabras nach Playa de Santiago oder durch den El Rejo Tunnel von El Cedro nach Hermigua. Die Fernwanderwege GR-131 und GR-132 verbinden alle Küstenorte mit dem Hochland. Wer die Kontraste zwischen Nebelwald und schwarzem Lavastrand wirklich erleben will, plant mehrere Tage ein
Wandern auf La Gomera: Der ultimative Wanderführer

La Gomera ist die Wanderinsel der Kanaren. Keine andere der sieben Hauptinseln bietet auf so engem Raum eine solche Dichte an außergewöhnlichen Wanderwegen – über 600 km markierte Pfade auf gerade einmal 370 km² Fläche.
Ruta 1 – El Bailadero: Lorbeerwald, Vulkankegel und einer der schönsten Miradores des Nationalparks

Die Ruta 1 verbindet den mystischen Lorbeerwald des Nationalparks Garajonay mit zwei ganz unterschiedlichen Aussichtserlebnissen. Vom Parkplatz El Bailadero aus führt der Weg zunächst durch den feuchten Bergwald und bietet einen Blick auf die markanten Roques, bevor er weiter zum Mirador de Hermigua führt. Dort öffnet sich der Wald und gibt den Blick über das grüne Tal von Hermigua bis zum Atlantik frei.
Ruta 2 – Ermita de Lourdes: Der schönste Rastplatz im Garajonay

Mitten im Nationalpark Garajonay liegt eine der schönsten Kurzwanderungen der ganzen Insel. Die Ruta 2 – Ermita de Lourdes führt in nur 1,7 Kilometern durch dichten Lorbeerwald zu einer kleinen weißen Kapelle, die in den 1930er-Jahren durch die Initiative einer Britin inmitten des Lorbeerwalds entstand. Klingt nach einer Geschichte – und ist auch eine.
Ruta 4 – Los Barranquillos: 20 Minuten, Atlantik, Alojera

Es gibt Wanderungen, die brauchen Stunden, um ihren Höhepunkt zu liefern. Und dann gibt es die Ruta 4 – Los Barranquillos: 0,8 Kilometer, 20 Minuten, und man steht an einem der überraschendsten Aussichtspunkte im Nationalpark Garajonay. Der Blick geht weit über den Westen der Insel hinaus – direkt auf den kleinen Küstenort Alojera und den tiefblauen Atlantik dahinter.
Ruta 5 – Las Creces: Wenn der Lorbeerwald blüht

Frühling auf La Gomera. Die Sonne bricht durch das Kronendach des Lorbeerwalds, am Wegesrand leuchten violette Blüten der Kanarischen Geranien – und die Ruta 5 – Las Creces im Nationalpark Garajonay ist in ihrer besten Form. Diese 4,3-Kilometer-Rundwanderung nahe dem Gipfelplateau ist eine der schönsten leichten Touren des Parks: sanft, grün, visuell reich.
Ruta 6 – Laguna Grande II: Sonnige Runde am Südrand des Nationalparks

Wer La Gomera nur aus dem feuchten Lorbeerwald kennt, erlebt auf der Ruta 6 – Laguna Grande II eine Überraschung: Die Südseite des Nationalparks Garajonay zeigt sich offen, licht und warm. Statt dichtem Kronendach gibt es weite Blicke über Baumheide und Ginstergewächse, in der Ferne die Weinbaugebiete der Insel und die bewaldete Vulkankuppel der Fortaleza de Cherelepín.
Ruta 7 – El Contadero: Der schnellste Weg auf den Gipfel

1.487 Meter. Der Alto de Garajonay ist der höchste Punkt La Gomeras – und von El Contadero aus besonders direkt erreichbar. Nur 2,5 Kilometer und rund 140 Höhenmeter liegen zwischen dem Parkplatz und dem Gipfel. Wer einmal auf dem Mauerkranz des Gipfels stehen und Teneriffa, La Palma und El Hierro sehen möchte – bei extrem guter Sicht sogar die Silhouette Gran Canarias –, kommt hier am direktesten ans Ziel.
Ruta 8 – Reventón Oscuro: Drei Wege ins Barranco del Cedro

Das Barranco del Cedro ist das Herzstück des Nationalparks Garajonay – eine tiefe, feuchte Schlucht, durch die der Bach El Cedro fließt, umgeben von uraltem Lorbeerwald, Felsformationen und dem rauschenden Wasserfall Chorro del Cedro. Der Einstieg über Reventón Oscuro ist der direkteste Weg hinein.
Ruta 9 – Contadero bis El Cedro: Tief in die Schlucht

Wer die Ruta 9 geht, versteht, warum der Nationalpark Garajonay zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Diese 11,7-Kilometer-Tour vom Parkplatz El Contadero in die Tiefe des Barranco del Cedro führt durch das dichteste, feuchteste und älteste Stück Lorbeerwald der ganzen Insel. Am Ende steht der Wasserfall Chorro del Cedro – ca. 150 Meter, ganzjährig, unmittelbar vor einer bemoorten Felswand.
Ruta 10 + 12 – Cañada de Jorge und Risquillo de Corgo: Zwei Kurztouren, ein Aussichtsblick

Auf der Westseite des Nationalparks Garajonay liegen zwei der unbekanntesten offiziellen Routen – und gehören zu den schönsten kurzen Wanderungen der Insel. Die Ruta 10 – Cañada de Jorge (3,1 km, leicht) führt durch den Übergang vom feuchten Nebelwald zu offenem Baumheidewald. Die Ruta 12 – Risquillo de Corgo (1,8 km, leicht) steigt von Raso de la Bruma zu zwei Aussichtspunkten auf – und der Blick auf Vallehermoso und den Roque Cano ist einer der fotogensten Momente im gesamten Nationalpark.
Ruta 11 – La Meseta nach El Cedro: Drei Wege durch den Kernwald

La Meseta ist ein kleiner Weiler am Nordrand des Nationalparks Garajonay – und der Startpunkt einer der vielseitigsten Routen des Parks. Die Ruta 11 führt von hier durch den dichtesten Lorbeerwald der Insel hinunter ins Barranco del Cedro. Unterwegs: die schlanke Felsnadel Espigón de Ibosa, eine versteckte Felskapelle, der Campingplatz El Cedro und – als Highlight – der Wasserfall Chorro del Cedro.
Ruta 12 + 5 – Risquillo de Corgo und Las Creces: Die schönste Kombitour des Westteils

Zwei der schönsten leichten Routen im Nationalpark Garajonay lassen sich zu einer der abwechslungsreichsten Halbtagstouren der Insel kombinieren: Die Ruta 12 – Risquillo de Corgo liefert den Aussichtsblick – auf Vallehermoso, den Roque Cano und bei klarem Wetter den Teide. Die Ruta 5 – Las Creces bringt den Lorbeerwald und im Frühjahr die blühenden Kanarischen Geranien. Verbunden durch einen Abschnitt des GR-131, ergibt das eine runde Wanderung von 6,3 km mit 324 Höhenmetern – leicht, visuell reich, mit Rastplatz am Ziel.
Ruta 13 – Roque de Agando zur Casa del Manco: Aussicht auf alle vier Roques

An keinem anderen Punkt des Nationalparks Garajonay sind alle vier großen Vulkanschlote auf einen Blick zu sehen: Agando, Ojila, Zarcita und Carmona. Die Ruta 13 führt vom Parkplatz am Roque de Agando zur Casa del Manco – einem alten Rastpunkt, von dem aus das vollständige Monumento Natural de los Roques sichtbar wird. 2,8 Kilometer, 249 Höhenmeter, moderat.
Ruta 14 – Von La Laguna Grande auf den Alto de Garajonay: Der entspannte Gipfelweg

Zehn Kilometer, 369 Höhenmeter, Schwierigkeit leicht – und das Ziel ist der Alto de Garajonay mit 1.487 m. Die Ruta 14 ist die längste, aber auch sanfteste Gipfelroute des Nationalparks Garajonay. Sie startet direkt am Erholungsgebiet La Laguna Grande – dem beliebtesten Ausgangspunkt des Parks – und windet sich auf gut markierten Wegen durch Fayal-Brezal, Lorbeerwald und ein Regenerationsgebiet des Waldbrands von 2012 bis auf den Gipfel.
Ruta 15 – La Meseta: Drei Wasserfälle auf 2,5 Kilometern

Der große Bruder ist bekannter – der Chorro del Cedro mit seiner imposanten Fallhöhe wird in vielen Reiseführern erwähnt. Doch im Barranco del Rejo, oberhalb von Hermigua, erlebt man auf der Ruta 15 eine ganz andere Wasserwelt: Ein kleiner Bach bildet eine Folge von Kaskaden und Wasserfällen, zu denen Holzstege und Plattformen führen. Die kurze Route macht das Wasser des Garajonay auf besonders unmittelbare Weise erlebbar.
Ruta 16 – Pajarito nach Ajugal: Wo der Nationalpark blüht

Wer von Pajarito aus wandert und nach Süden abbiegt, landet in einer anderen Welt als der feuchte Nebelwald-Teil des Parks vermuten lässt. Die Ruta 16 – Pajarito nach Ajugal führt über die sonnenexponierten Südhänge des Nationalparks Garajonay – offen, warm, im Frühjahr ein einziges Blütenmeer aus Natternkopf, Zistrosen und Gänsedisteln. Und am Horizont: der Roque de Agando und das Tal von Benchijigua.
Ruta 17 – Pajarito auf den Alto de Garajonay: Kammweg und Gipfelpanorama

Vier Kilometer. 178 Höhenmeter. Der Alto de Garajonay auf 1.487 m. Die Ruta 17 ab Pajarito ist die ausgewogenste Gipfelroute des Nationalparks: nicht so kurz-direkt wie die Ruta 7, nicht so lang wie die Ruta 14 – sondern ein schöner Mittelweg über den GR-131 Kammweg, mit Panoramablick in alle Richtungen und einem Abstieg, der andere Perspektiven öffnet als der Aufstieg.
Ruta 18 – Die große Runde: Alles, was der Nationalpark zu bieten hat

15,1 Kilometer. 852 Höhenmeter. Fünf bis sechs Stunden. Die Ruta 18 ist die längste und abwechslungsreichste offizielle Rundwanderung im Nationalpark Garajonay – und die einzige, die wirklich alles verbindet: Nebelwald, Barranco del Cedro, Campingplatz, Wasserfall Chorro del Cedro, Ermita de Lourdes, Galerías bei Las Mimbreras, El Contadero und den Gipfel des Alto de Garajonay auf 1.487 m.
Hermigua – Die große Runde: Auf den Gipfel und durch beide Schluchten

22,1 Kilometer. 1.349 Höhenmeter. Schwierigkeitsgrad schwer. Die große Runde ab Hermigua ist die anspruchsvollste Eintages-Wanderung auf La Gomera, die direkt aus einem Ort startet. Sie führt durch das komplette Barranco del Cedro hinauf auf den Alto de Garajonay (1.487 m), dann hinunter durch den Barranco del Rejo mit seinen drei Wasserfällen, durch den Weiler Parada und zurück nach Hermigua.
Hermigua – Alto de Garajonay – Mirador Morro de Agando: Der Roque-Blick

Wer auf dem Mirador del Morro de Agando steht, sieht den Roque de Agando von einer Seite, die von den bekannten Straßenaussichtspunkten nicht zu sehen ist: direkt aus dem Wald heraus, auf Augenhöhe mit dem Vulkanschlot, mit dem Blick auf das Tal von Benchijigua tief darunter. Dieser Aussichtspunkt ist das Alleinstellungsmerkmal der Hermigua-Runde, die über den Morro de Agando führt.
Pajarito – Mirador Morro de Agando – Hermigua: Der Abstieg mit dem besten Roques-Blick

Von Pajarito aus beginnt La Gomera schon im Nebel – der Lorbeerwald empfängt einen sofort. Die Streckenwanderung nach Hermigua führt zunächst durch den Kammbereich des Nationalparks, vorbei am Mirador de Tajaqué und dem entscheidenden Highlight: dem Mirador del Morro de Agando – direkter Frontalblick auf den Roque de Agando. Anschließend geht es über den Aussichtspunkt Roque de Ojila hinunter durch das Barranco del Cedro nach Hermigua.
Roques-Rundtour: Agando – La Laja – El Bailadero – Ojila

Diese Runde zeigt die vier Roques von La Gomera aus Perspektiven, die kein Straßenaussichtspunkt bieten kann. Sie beginnt am Roque de Agando (1.250 m), steigt durch das Barranco de Las Lajas ab, passiert den Stausee und das Dorf La Laja, steigt wieder auf – zum Mirador de El Bailadero mit dem Frontalblick auf Ojila und Zarcita – und kehrt schließlich über den Aussichtspunkt Roque de Ojila zurück zum Parkplatz.
Roque de Agando – Degollada de Peraza – Ermita de las Nieves: Geschichte und Weite

Die Degollada de Peraza ist kein gewöhnlicher Bergpass. Dieser Sattel auf ca. 900 m war im Jahr 1488 Schauplatz eines der letzten bewaffneten Widerstände der Guanchen gegen die spanische Kolonisierung. Heute führt ein schöner Wanderweg über ihn – vom Parkplatz Roque de Agando hinunter nach La Laja, dann bergauf durch Terrassenfelder und Palmenhaine zum Pass, weiter zur kleinen Ermita de las Nieves mit Teide-Blick.
Abstieg vom Roque de Agando über den Camino de Cabras nach Playa de Santiago

Es ist eine der beliebtesten und traditionsreichsten Wanderungen der Kanarischen Inseln: der Abstieg vom Roque de Agando durch das Tal von Benchijigua über den berühmten Camino de Cabras hinunter nach Playa de Santiago an der Südküste. 13 km, fast ausschließlich bergab, 1.408 Höhenmeter Abstieg.
Von Pajarito über den Roque de Agando und den Camino de Cabras nach Playa de Santiago

Mit rund 17 Kilometern und fast 1.800 Höhenmetern im Abstieg zählt diese Tour zu den längsten Tageswanderungen der Insel. Um ausreichend Puffer für Pausen zu haben und vor Einbruch der Dunkelheit anzukommen, ist ein Start spätestens zwischen 6:30 Uhr und 7:00 Uhr am Cruce de Pajarito dringend zu empfehlen.
Von Pajarito über den Camino de Cabras nach Playa de Santiago

Die direkteste Variante des Camino-de-Cabras-Abstiegs: Von Pajarito aus geht es ohne Umweg über Benchijigua direkt auf den Camino de Cabras hinunter nach Playa de Santiago. Mit einer Länge von 14 Kilometern und 1.424 Höhenmetern Abstieg ist diese Tour als schwer eingestuft.
Von La Laguna Grande über El Cercado ins Valle Gran Rey

Vom Herzen des Nationalparks Garajonay bis ans Meer – in einem langen, abwechslungsreichen Abstieg. Die Streckenwanderung von La Laguna Grande über El Cercado nach Valle Gran Rey verbindet das beliebteste Erholungsgebiet des Parks mit dem Töpferdorf El Cercado. Sie führt durch Weinbaugebiete, die wilde Schlucht Barranco del Agua, Terrassenfelder und Palmenhaine und endet bei der Ermita de los Santos Reyes im Valle Gran Rey.
Zur Playa del Cabrito: Gomeras Grand Canyon

La Gomera hat seinen eigenen Grand Canyon: das Barranco del Cabrito – eine tief eingeschnittene Schlucht an der Südküste, durch die ein Wanderweg auf die Playa del Cabrito hinunterführt. Der Strand ist mit dem Auto nicht erreichbar. Wer dort ankommen will, wandert.
La Fortaleza: Wanderung auf den Tafelberg der Guanchen

Dieser Berg sieht aus, als hätte ihn jemand mit einem Messer gerade abgeschnitten: flach oben, senkrecht an den Seiten, 1.231 m hoch. La Fortaleza de Chipude ist das markantest Naturmonument im Südwesten La Gomeras – ein Tafelberg aus erkalteter Lava, der für die Guanchen als heilige Kultstätte diente und heute das Ziel einer kurzen, aber ernsthaften Bergtour ist.
Von Igualero nach La Rajita: Alte Hirtenpfade durchs Barranco de Erque

Der Mirador de Igualero auf 1.300 m ist ein guter Startpunkt – ein Aussichtspunkt mit Blick auf die La Fortaleza, das Barranco del Erque und bis zur Küste. Von hier führt eine der einsamsten und ursprünglichsten Wanderungen La Gomeras durch das Naturschutzgebiet Orone, über alte Hirtenpfade des GR-132.1, durch verlassene Terrassenfelder und die tief eingeschnittene Schlucht von Erque – hinunter zum kleinen Strand Playa de la Rajita bei La Dama.
Von Vallehermoso zur Playa Alojera auf dem GR-132

Vallehermoso und Alojera trennen gut 11 km und 867 Höhenmeter Abstieg – und dazwischen liegt einer der schönsten Streckenabschnitte des GR-132. Der Weg führt zunächst über den Bergkamm oberhalb von Vallehermoso mit direktem Blick auf den Roque Cano, dann an den magischen Chorros de Epina vorbei – die bekannteste Bergquelle des Nordwestens – und schließlich durch Terrassenfelder und Palmenhaine hinunter zur Playa de Alojera.
Von Alojera zur Playa del Trigo – Zwei Varianten

Die Playa del Trigo liegt zwischen Alojera und Taguluche – ein einsamer, kleiner Strand an der Nordwestküste La Gomeras, der nicht per Straße erreichbar ist. Der Weg dorthin führt durch Palmenhaine, terrassierte Felder und bizarre Felsformationen – zwei Varianten, die unterschiedliche Erlebnisse bieten.
Guillama – Baja de Los Roques: Wilde Nordwestküste La Gomeras

Die Nordwestküste La Gomeras ist die raueste, einsamste Ecke der Insel. Hier, zwischen Arguamul und Guillama, führt eine kurze, aber anspruchsvolle Küstenwanderung zu einem der einsamsten Felsenstrände überhaupt: der Baja de los Roques. Der Blick auf die Felsgruppe Calao de los Roques und – bei klarer Sicht – auf Los Órganos gehört zu den weniger bekannten Höhepunkten La Gomeras.
Der GR-131 auf La Gomera: Fernwanderweg quer durch die Insel

Die rund 44 Kilometer des GR-131 klingen zunächst nach einer überschaubaren Mehrtagestour. Anspruchsvoll wird die Route jedoch durch die vielen Höhenmeter. Von San Sebastián aus geht es zunächst steil bergauf, dann durch das zentrale Bergland und schließlich mit einem langen Abstieg nach Vallehermoso. Wer die drei offiziellen Etappen wandert, sollte deshalb nicht nur auf die Kilometer schauen, sondern vor allem Kondition und Trittsicherheit mitbringen.
Der GR-132 auf La Gomera: Die große Inselrunde

Die folgende Etappentabelle zeigt die acht offiziellen Etappen des GR 132 im Uhrzeigersinn ab San Sebastián de La Gomera. Die Kilometer- und Höhenangaben sind Richtwerte und können je nach gewählter Variante und GPS-Aufzeichnung abweichen.
Wandern im Nationalpark Garajonay: Alle 18 offiziellen Routen im Überblick

Der Parque Nacional de Garajonay ist das grüne Herz La Gomeras. Auf 3.984 Hektar – rund 10 % der Inselfläche – erstreckt sich der letzte größere Lorbeerwald Europas. Seit 1981 Nationalpark, seit 1986 UNESCO-Weltnaturerbe. Und: eines der besten Wandergebiete der gesamten Kanarischen Inseln.
Wandern auf La Gomera für Anfänger: Die besten Einstiegstouren

La Gomera hat den Ruf einer Wanderinsel für Erfahrene – steile Barrancos, 1.000-Höhenmeter-Abstiege, alpine Passagen. Dieser Ruf stimmt für einen Teil der Routen. Aber er stimmt nicht für alles.
Salto de Agua: Der verborgene Wasserfall im Barranco de Arure

Über dem Valle Gran Rey, abseits der bekannten Pfade, liegt ein Tal, das die meisten Urlauber nicht kennen: das Barranco de Arure. Tief eingeschnitten, von Palmhainen gesäumt, mit einem kleinen Wasserfall am Ende – dem Salto de Agua. Ein stiller Ort, der das Valle Gran Rey von einer anderen Seite zeigt: nicht der Strand unten, sondern das grüne Hochtal oben.
El Rejo Tunnel: Von El Cedro durch den 500-Meter-Tunnel nach Hermigua

Es gibt auf La Gomera eine Wanderung, die mit einem Tunnel beginnt – oder endet. Der El Rejo Tunnel (Wanderweg PR LG 3) verbindet das Weildorf El Cedro im Nationalpark Garajonay mit dem Bananental Hermigua an der Nordküste. Der Tunnel ist rund 500 Meter lang, dunkel, feucht und erfordert eine Taschenlampe.