Wandern auf La Gomera: Der ultimative Wanderführer
La Gomera ist die Wanderinsel der Kanaren. Keine andere der sieben Hauptinseln bietet auf so engem Raum eine solche Dichte an außergewöhnlichen Wanderwegen – über 600 km markierte Pfade auf gerade einmal 370 km² Fläche.

Dieser Wanderführer gibt einen vollständigen Überblick über die 42 Detail-Wanderrouten auf Go La Gomera – sortiert nach Wandergebiet, Schwierigkeit und Thema. Mit Empfehlungen für jeden Typ – Anfänger oder Erfahrener, Tagesausflug oder Fernwanderung.
Was La Gomera besonders macht: Die Wanderwege führen durch fünf grundverschiedene Landschaften – vom Lorbeerwald-Nebelwald des UNESCO-Nationalparks über die steilen Barrancos der Südküste bis zu den abgelegenen Stränden der Nordwestküste. Kein einziger Tag auf La Gomera gleicht dem anderen.
La Gomera als Wanderinsel: Was man wissen muss
Warum La Gomera unter Wanderern Kultstatus hat
La Gomera lässt sich auf dem GR-131 zu Fuß von San Sebastián über den zentralen Inselrücken bis nach Vallehermoso durchqueren. Der Weg führt dabei über den Alto de Garajonay, den höchsten Punkt der Insel. La Gomera ist klein genug, um in einer Woche viele unterschiedliche Wandergebiete kennenzulernen – vom feuchten Lorbeerwald bis zu den trockenen Küstenlandschaften im Süden und Westen.

Dazu kommt die Laurisilva – der Lorbeerwald. Er ist kein gewöhnlicher Wald, sondern das Überbleibsel eines subtropischen Waldgürtels, der vor 20 Millionen Jahren ganz Europa bedeckte. Auf La Gomera hat er überlebt, weil die Kanaren von den Eiszeiten verschont blieben. Wer durch diesen Wald geht – mit moosbedeckten Bäumen, Farnen bis zur Hüfte, Nebel zwischen den Ästen – versteht, warum Wanderer hier immer wiederkommen.
Ein besonderes Erlebnis beim Wandern auf La Gomera ist das „Mar de Nubes“, das Wolkenmeer. Die feuchte Passatluft trifft auf die Höhenlagen der Insel und staut sich an den Berghängen. So kann es passieren, dass man morgens bei Sonnenschein an der Küste startet, kurze Zeit später durch dichten Nebel im Garajonay wandert und am Nachmittag wieder über den Wolken in der Sonne steht. Gerade dieser schnelle Wechsel der Landschaften und Wetterbedingungen macht den besonderen Reiz vieler Wanderungen aus. Eine leichte Wind- und Regenjacke sollte deshalb auch im Sommer im Wandergepäck nicht fehlen.
Das Wandernetz auf einen Blick
| Gesamtnetz | über 600 km markierte Wanderwege |
|---|---|
| Nationalpark | 18 offizielle Routen (Ruta 1–18) |
| Fernwanderwege | GR-131 (ca. 43–45 km, 2–3 Tage, Querüberquerung der Insel); trotz der vergleichsweise geringen Distanz summieren sich die Aufstiege auf rund 2.000–2.500 Höhenmeter. Die Strecke wird deshalb von vielen Wanderern auf drei Etappen verteilt; GR-132 (ca. 120–140 km, 6–8 Tage, die große Inselrunde) |
| Lokale Wege | PR-LG … (Pequeño Recorrido) + Caminos Reales (Königswege) |
| Camping | Offizielle Zeltmöglichkeiten gibt es nur an ausgewiesenen Plätzen und unter den jeweiligen Genehmigungsbedingungen. Für El Cedro ist eine rechtzeitige Reservierung bzw. Genehmigung erforderlich; auch andere ausgewiesene Zeltbereiche wie Las Mimbreras unterliegen den Vorgaben der Inselverwaltung. |
| Navigation | GPS-Tracks kostenlos auf Sunhikes; alle Routen beschildert (rot/weiß = GR; gelb/weiß = PR) |
Die Wandergebiete La Gomeras
La Gomera lässt sich in fünf klar unterschiedliche Wandergebiete aufteilen:
1. Nationalpark Garajonay: UNESCO-Lorbeerwald
Das Herz der Insel, 3.984 ha, 800–1.487 m. 18 offizielle Routen. Mystischer Nebelwald, bemooste Bäume, Farne. Der Alto de Garajonay (1.487 m) ist der höchste Punkt der Insel mit Panorama auf alle Nachbarinseln. Beste Basis: La Laguna Grande (Restaurant, Ranger, Parkplatz).

2. Hermigua & Nordküste: Grün, still, ursprünglich
Die Nordküste ist La Gomeras wildeste und grünste Seite. Hermigua liegt in einem tief eingeschnittenen Bananental; von hier führen anspruchsvolle Wanderwege hinauf in den Nationalpark. Der bekannte Salto de El Cedro (Chorro del Cedro) liegt im Barranco del Cedro unterhalb von El Cedro. Wer auf den Wanderwegen durch das Cedro-Tal unterwegs ist, kommt an dem eindrucksvollen Wasserfall vorbei.

3. Roque de Agando & Benchijigua: Vulkankegel und Schlucht
Der Roque de Agando (1.250 m) ist das Insel-Wahrzeichen – ein senkrechter Basaltturm an der GM-3. Fünf verschiedene Wanderungen starten am Parkplatz Roque de Agando. Das Naturschutzgebiet Benchijigua ist botanisch die reichste Region der Insel; der Camino de Cabras führt hindurch.

4. Valle Gran Rey & Westküste: Abstiege und schwarze Strände
Die beliebteste Touristenbasis. Von hier starten Abstiege in den Nationalpark (Artikel: Von La Laguna Grande über El Cercado ins Valle Gran Rey), der GR-132 führt durch und über das Tal. Der Mirador César Manrique überblickt das Tal; der Barranco de Arure hat einen verborgenen Wasserfall.

5. Nordwestküste: Vallehermoso, Alojera, Guillama
Der ruhigste, abgelegenste Teil der Insel. Chorros de Epina (legendäre Bergquellen), Palmhonig in Alojera, die wilde Küste bei Guillama. Wenig Touristen, viel Originalität.

Alle 42 Wanderrouten: Vollständige Übersicht
Nationalpark Garajonay – 18 Offizielle Rutas
Die 18 offiziellen Nationalpark-Routen (Ruta 1–18) sind beschildert und von mehreren Ausgangspunkten erreichbar:

Nationalpark Garajonay – Kombinationstouren
| Route | km | Hm | Gehzeit | Schwierigkeit |
| El Cedro – Drei Routen durch das Herz des Lorbeerwalds | 3,7–5,0 | 173–187 | ca. 1:15 – 2:00 h | leicht |
| Parada – Drei Wasserfälle: Zwei Varianten ins Barranco del Cedro | 9,1 | 631–648 | ca. 3:15 – 4:00 h | moderat |
| Hermigua – Alto de Garajonay: Die große Runde | 22,1 | 1.349 | ca. 7:30 – 9:00 h | schwer |
| Hermigua – Mirador Morro de Agando – Hermigua (Runde) | 21,8 | 1.299 | ca. 7:00 – 8:30 h | schwer |
| Hermigua → Alto de Garajonay → Pajarito (Strecke) | 11,1 | 1.271 | ca. 4:30 – 5:30 h | moderat |
| Pajarito → Mirador Morro de Agando → Hermigua | 10,7 | 1.196 | ca. 4:00 – 5:00 h | mittel–schwer |

Roque de Agando & Benchijigua
| Route | km | Hm | Gehzeit | Schwierigkeit |
| Roque de Agando nach La Laja | 6,6 | 578 | ca. 2:15 – 2:45 h | moderat |
| Roques-Rundtour: Agando – El Bailadero – Roque de Ojila | 8,6 | 683 | ca. 3:15 – 3:45 h | moderat |
| Roque de Agando → Degollada de Peraza → Ermita de las Nieves | 9,8 | 698 | ca. 3:15 – 4:00 h | moderat |
| Rundwanderung Roque de Agando | 5–6 | 300–400 | ca. 2:00 – 2:45 h | leicht–moderat |
| Abstieg Roque de Agando – Camino de Cabras – Playa de Santiago | 13,0 | 1.408↓ | ca. 4:30 – 5:30 h | schwer |
| Pajarito → Roque de Agando → Camino de Cabras → Playa de Santiago | 17,0 | 1.763↓ | ca. 5:45 – 6:45 h | schwer |
| Pajarito → Camino de Cabras → Playa de Santiago (direkt) | 14,0 | 1.424↓ | ca. 4:45 – 5:45 h | schwer |

Valle Gran Rey, Laguna Grande & Südküste
| Route | km | Hm | Gehzeit | Schwierigkeit |
| Von La Laguna Grande über El Cercado ins Valle Gran Rey | 9,4 | 1.127↓ | ca. 3:30 – 4:30 h | schwer |
| Ruta 18 – Zur Playa del Cabrito: Gomeras Grand Canyon | 7,9 | 1.006↓ | ca. 3:00 – 4:00 h | schwer |
| Salto de Agua – Wasserfall im Barranco de Arure | 4–6 | 300–400 | ca. 2:00 – 2:45 h | moderat |

Südwesten: La Fortaleza & Igualero
| Route | km | Hm | Gehzeit | Schwierigkeit |
| La Fortaleza – Wanderung auf den Tafelberg der Guanchen | 2,6 | 277 | ca. 1:15 – 1:45 h | schwer (alpin!) |
| Von Igualero nach La Rajita – Alte Hirtenpfade durchs Barranco de Erque | 11,1 | 1.464↓ | ca. 4:30 – 5:30 h | mittel–schwer |

Nordwestküste: Vallehermoso, Alojera, Guillama
| Route | km | Hm | Gehzeit | Schwierigkeit |
| Von Vallehermoso zur Playa Alojera auf dem GR-132 | 11,3 | 867↓ | ca. 4:00 – 5:00 h | moderat |
| Von Alojera zur Playa del Trigo – Zwei Varianten | 2,3–6,5 | 264–393 | ca. 1:00 – 2:30 h | moderat |
| Küstenwanderung Guillama – Baja de Los Roques: Wilde Nordwestküste | 2,5 | 210 | ca. 1:00 – 1:30 h | mittel–schwer |

Fernwanderwege
| Route | ca. km | Tage | Schwierigkeit |
| GR-131 – Fernwanderweg quer über die Insel; durch die vielen Höhenmeter anspruchsvoll | ca. 43–45 | 2–3 | mittel–schwer |
| GR-132 – die große Inselrunde; lange Etappen und zahlreiche Auf- und Abstiege | ca. 120–140 | 6–8 | mittel–schwer |
Hinweis
Die Kilometerzahl klingt zunächst überschaubar. Durch das ständige Auf und Ab und rund 2.000–2.500 Höhenmeter im Aufstieg ist der GR-131 jedoch deutlich anspruchsvoller, als die reine Streckenlänge vermuten lässt. Wer die Landschaft genießen möchte, plant besser drei Etappen ein.

Ratgeber & Themen
| Thema / Guide | Zielgruppe | Inhalt |
| Wandern im Nationalpark Garajonay – Alle 18 Routen im Überblick | Alle | Vollständige Nationalpark-Route-Übersicht |
| Wandern auf La Gomera für Anfänger – Die leichtesten Routen | Einsteiger | 10 Einsteiger-Routen + Ausrüstung |
| La Gomera Wanderurlaub – Planung, beste Zeit und Tipps | Erstbesucher | Wochenprogramm, Unterkünfte, Logistik |

Routen nach Schwierigkeit
Leicht – für Einsteiger und Familien
Kurze Wanderungen mit überschaubaren Höhenmetern – ideal für den Einstieg: unter 5 km und unter 200 Hm.
- Ruta 1 (Nationalpark Garajonay) – El Bailadero
- Ruta 2 (Nationalpark Garajonay) – Ermita de Lourdes
- Ruta 3 (Nationalpark Garajonay) – La Laguna Grande I
- Ruta 4 (Nationalpark Garajonay) – Los Barranquillos
- Ruta 5 (Nationalpark Garajonay) – Las Creces
- Ruta 6 (Nationalpark Garajonay) – Laguna Grande II
- Ruta 7 (Nationalpark Garajonay) – El Contadero
- Ruta 10 + 12 (Nationalpark Garajonay) – Cañada de Jorge und Risquillo
- Ruta 15 (Nationalpark Garajonay) – La Meseta und die drei Wasserfälle
- Ruta 16 (Nationalpark Garajonay) – Pajarito → Ajugal
- Ruta 17 (Nationalpark Garajonay) – Pajarito → Alto de Garajonay
Für Einsteiger besonders empfehlenswert: Ruta 5 Las Creces durch den Lorbeerwald oder Ruta 7 zum Alto de Garajonay.

Moderat – mit Grundkondition
Mittellange Touren mit mehr Höhenmetern, längeren Abstiegen oder anspruchsvolleren Wegabschnitten: 5–11 km, 200–700 Hm.
- Ruta 8 (Nationalpark Garajonay) – Reventón Oscuro
- Ruta 9 (Nationalpark Garajonay) – Contadero → El Cedro
- Ruta 11 (Nationalpark Garajonay) – La Meseta → El Cedro
- Ruta 12 + 5 (Nationalpark Garajonay) – Risquillo de Corgo und Las Creces
- Ruta 13 (Nationalpark Garajonay) – Roque de Agando → Casa del Manco
- El Cedro – Drei Routen durch das Herz des Lorbeerwalds
- Parada – Drei Wasserfälle
- Hermigua → Alto de Garajonay → Pajarito
- Roque de Agando → La Laja
- Roques-Rundtour – Agando, El Bailadero und Roque de Ojila
- Roque de Agando → Degollada de Peraza → Ermita de las Nieves
- Vallehermoso → Playa Alojera auf dem GR-132
- Alojera → Playa del Trigo
- Salto de Agua im Barranco de Arure
Klassiker: Ruta 14 zum Alto de Garajonay, Ruta 18 durch den Nationalpark und die Wanderung vom Roque de Agando nach La Laja.
Hinweis
Die Ruta 18 ist mit rund 15 km und mehr als 800 Höhenmetern eine der längsten offiziellen Wanderungen im Nationalpark. Sie ist deshalb zwar als moderat eingestuft, verlangt aber deutlich mehr Kondition als die kurzen Routen dieser Kategorie.

Schwer – für erfahrene Wanderer
Lange, steile oder teilweise ausgesetzte Touren mit mehr als 1.000 Höhenmetern oder alpinem Gelände:
- Hermigua → Alto de Garajonay – die große Runde
- Hermigua → Mirador Morro de Agando → Hermigua
- Abstieg Roque de Agando → Camino de Cabras → Playa de Santiago
- Pajarito → Roque de Agando → Camino de Cabras → Playa de Santiago
- Pajarito → Camino de Cabras → Playa de Santiago
- La Laguna Grande → El Cercado → Valle Gran Rey
- Ruta 18 (Wegenetz La Gomera) zur Playa del Cabrito – Gomeras Grand Canyon
- La Fortaleza – Wanderung auf den Tafelberg der Guanchen
- Igualero → La Rajita durch das Barranco de Erque
- Küstenwanderung Guillama → Baja de los Roques
- GR-131 – Fernwanderweg quer über die Insel
- GR-132 – die große Inselrunde
Besonders anspruchsvoll: der Camino de Cabras, die große Hermigua-Runde, La Fortaleza und die langen Abstiege zur Küste. Hier sind Trittsicherheit, gute Kondition und Bergerfahrung gefragt.

Top 10: Die besten Wanderungen auf La Gomera
Wenn man nur Zeit für eine Handvoll Touren hat:
| Rang | Route | Warum sie in keiner Top-10 fehlt |
|---|---|---|
| 1 | Abstieg Roque de Agando – Camino de Cabras – Playa de Santiago | Traditionellste Tour der Kanaren; Benchijigua, Felspfad, Hafen |
| 2 | Ruta 14 – Von La Laguna Grande auf den Alto de Garajonay | Bester Gipfelzustieg; alle Nachbarinseln auf einen Blick |
| 3 | Hermigua – Alto de Garajonay: Die große Runde | Maximales Nationalpark-Erlebnis; El Chorro, Gipfel, Rejo-Wasserfälle |
| 4 | Ruta 18 – Zur Playa del Cabrito: Gomeras Grand Canyon | Einsamster Strand; verlassenes Dorf Seima; Schlucht Barranco del Cabrito |
| 5 | Roques-Rundtour: Agando – El Bailadero – Roque de Ojila | Alle vier Roques aus allen Winkeln; Bailadero, Stauseen |
| 6 | La Fortaleza – Wanderung auf den Tafelberg der Guanchen | Einzigartiger Tafelberg; Guanchen-Geschichte; La Palma + El Hierro |
| 7 | Ruta 18 – Die große Runde: Barranco del Cedro, El Contadero, Alto de Garajonay | Längste Nationalpark-Runde; 15 km; Barranco del Cedro vollständig |
| 8 | Von La Laguna Grande über El Cercado ins Valle Gran Rey | Töpferdorf El Cercado; Barranco del Agua; Kulturlandschaft |
| 9 | Der GR-131 auf La Gomera – Fernwanderweg quer über die Insel | Durchquerung der ganzen Insel; alle Klimazonen in 4–6 Tagen |
| 10 | Küstenwanderung Guillama – Baja de Los Roques: Wilde Nordwestküste | Wildeste Küste; Zedern-Wacholder; Los Órganos Blick |

Welche Wanderung für welchen Urlaub?
| Wenn du … | Dann empfehlen wir … |
|---|---|
| zum ersten Mal auf La Gomera bist | Ruta 14 |
| den Lorbeerwald erleben möchtest | Ruta 5 / Ruta 18 |
| wenig Zeit hast | Ruta 7 |
| eine spektakuläre Küstentour suchst | Camino de Cabras |
| Wasserfälle sehen möchtest | El Cedro / Salto de Agua |
| eine anspruchsvolle Tagestour suchst | Hermigua – Alto de Garajonay |
| mehrere Tage wandern möchtest | GR-131 |
| die Insel komplett umrunden möchtest | GR-132 |

Beste Reisezeit für jeden Wandertyp
| Reisezeitraum | Stärken | Ideal für |
|---|---|---|
| März – Mai | Blütezeit, milde Temperaturen, beste Fernsicht | Erstbesucher, alle Routen |
| September – November | Ruhig, warm, Herbstlicht, wenig Touristen | Wiederholungsbesucher, GR-131 |
| Dezember – Februar | Wasserläufe voll, Nationalpark feucht und grün, Wasserfall stark | Lorbeerwald-Enthusiasten, Nordküste |
| Juni – August | Heiß im Süden, Nationalpark bleibt kühl | Nationalpark-Routen früh morgens; Küstenrouten meiden |

Ausrüstung: Was auf La Gomera Pflicht ist
Diese Liste gilt für alle Routen – leicht oder schwer:
- Feste Wanderschuhe mit Knöchelschutz – Pflicht. Auch auf befestigten Nationalpark-Wegen. Keine Sneaker.
- Fleecejacke und Windschutz – Im Nationalpark kann es auch im Hochsommer kühl, windig und neblig sein.
- Das Wetter kann auf La Gomera innerhalb weniger Kilometer völlig unterschiedlich sein. Während an der Küste die Sonne scheint, können die Höhenlagen des Nationalparks im Passatnebel liegen. Besonders im Garajonay sind deshalb Fleece, Windschutz und Regenschutz auch im Sommer sinnvoll.
- Wasser – 1,5–3 l je nach Tourlänge. Leitungswasser gechlort – eigenes mitbringen.
- GPS-Track offline – Kostenlos auf Sunhikes. In Schluchten kann der Handyempfang eingeschränkt sein.
- Regenschutz – Nordküste und Nationalpark sind feucht. Poncho oder Regenjacke.
- Sonnenschutz – UV-Index ganzjährig hoch. SPF 30+, Brille, Hut.
- Stöcke – Bei Touren mit mehr als 500 Hm Abstieg empfohlen. Die Knie danken es.
Respekt vor der Natur und den Wegen
La Gomera ist ein Wanderparadies, allerdings ist die Landschaft vielerorts wild und steil. Besonders an den Küsten und in den tief eingeschnittenen Barrancos können sich die Wegverhältnisse nach starken Regenfällen verändern. Markierte Wege und lokale Sperrungen haben daher stets Vorrang vor GPS-Tracks, Wander-Apps oder älteren Tourenbeschreibungen.
Es ist wichtig, auf den ausgewiesenen Wegen zu bleiben, Rücksicht auf die empfindliche Vegetation zu nehmen und keinen Müll zu hinterlassen. Im Nationalpark Garajonay gelten besondere Schutzbestimmungen. Feuer zu machen und Pflanzen zu entnehmen, ist verboten. Wenn Sie auf der Insel wandern, tragen Sie dazu bei, dass die außergewöhnliche Landschaft auch für kommende Generationen erhalten bleibt.

Sicherheitshinweise La Gomera
- Kein Feuer im Nationalpark. Kein Verlassen markierter Wege. Keine Pflanzen entnehmen.
- Bei Nebelgefahr: auf dem GPS-Track bleiben; nie querfeldein gehen.
- Wegsperrungen und Warnhinweise unbedingt beachten. Nach starken Regenfällen können insbesondere an steilen Hängen und Küstenwegen Steinschlag, kleine Erdrutsche oder beschädigte Wegabschnitte auftreten. Gesperrte Wege dürfen nicht betreten werden – auch dann nicht, wenn sie auf einem älteren GPS-Track noch als begehbar angezeigt werden.
- La Fortaleza und Guillama: nur bei trockenen Bedingungen. Schwindelfreiheit Pflicht.
- Camino de Cabras: bei nassen Felsen nicht begehen.
- Wildcampen verboten. Campingplatz El Cedro: Vorausreservierung Pflicht.
- Keine gefährlichen Raubtiere oder giftigen Schlangen auf La Gomera. Die Insel beherbergt dagegen einige besondere Reptilienarten, darunter die extrem seltene und streng geschützte Gomera-Rieseneidechse (Gallotia bravoana). Pflanzen sollten grundsätzlich nicht berührt oder entnommen werden; insbesondere der Milchsaft mancher Wolfsmilchgewächse kann die Haut reizen.
- Notruf: 112.
- Für tagesaktuelle Informationen zu Wegesperrungen oder veränderten Bedingungen empfehlen wir die Rückfrage beim Nationalpark Garajonay (Tel. +34 922 477 222).
GPS-Tracks und Routenplaner
Alle GPS-Tracks zu den Wanderungen auf La Gomera gibt es kostenlos auf Sunhikes – Wanderungen auf La Gomera. Kompatibel mit Garmin und allen gängigen Wander-Apps für iPhone und Android. Wichtig: Karten und GPS-Tracks sollten bereits vor der Wanderung offline gespeichert werden. In tief eingeschnittenen Barrancos und im dichten Lorbeerwald kann der Mobilfunkempfang eingeschränkt oder vollständig unterbrochen sein.
Für die Planung von mehrtägigen Touren oder Streckenwanderungen mit Shuttle steht der kostenlose Sunhikes-Routenplaner zur Verfügung.
Ohne Auto wandern
Die Guaguas verbinden die wichtigsten Orte der Insel, doch viele Wanderparkplätze und höher gelegene Ausgangspunkte sind nur eingeschränkt erreichbar. Besonders praktisch sind die Linien 1 und 3: Die Linie 1 verbindet San Sebastián mit Valle Gran Rey, die Linie 3 fährt von San Sebastián über Alajeró nach Playa de Santiago. Für viele Streckenwanderungen lässt sich der Bus deshalb gut für die Rückfahrt nutzen. Je nach Ausgangspunkt und Tour können zusätzlich Taxi oder ein privater Transfer sinnvoll sein. Fahrpläne und Anschlüsse sollte man vor der Wanderung prüfen.
Häufig gestellte Fragen zum Wandern auf La Gomera
Wie viele Tage braucht man für La Gomera?
Braucht man einen Mietwagen?
Was sind die besten Routen für einen ersten Besuch?
Kann man ohne Wandererfahrung auf La Gomera wandern?
Was ist der Unterschied zwischen GR-131 und GR-132?
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com.


