Roques-Rundtour: Agando – La Laja – El Bailadero – Ojila
Diese Runde zeigt die vier Roques von La Gomera aus Perspektiven, die kein Straßenaussichtspunkt bieten kann. Sie beginnt am Roque de Agando (1.250 m), steigt durch das Barranco de Las Lajas ab, passiert den Stausee und das Dorf La Laja, steigt wieder auf – zum Mirador de El Bailadero mit dem Frontalblick auf Ojila und Zarcita – und kehrt schließlich über den Aussichtspunkt Roque de Ojila zurück zum Parkplatz.

8,6 km. 683 Höhenmeter. Moderat. Die Route kombiniert, was in dieser Region am eindrücklichsten ist: den Vegetationsübergang Lorbeerwald–Kiefer, den stillen Stausee im Basalttal, und die gesamte Roques-Formation in vier verschiedenen Blickwinkeln.
Wer die Roques rund um Agando nicht nur vom Auto aus sehen möchte, findet auf dieser Runde besonders viele unterschiedliche Perspektiven auf die markante Felsgruppe.
Steckbrief
| Streckenlänge | 8,6 km (Rundweg) |
|---|---|
| Höhenmeter | 683 Hm |
| Gehzeit | ca. 3:15–4:00 Stunden |
| Schwierigkeit | Moderat |
| Charakter | Abstieg Barranco Las Lajas → La Laja → Aufstieg Bailadero → Roque Ojila → Mirador de los Roques → Parkplatz |
| Start/Ziel | Parkplatz Roque de Agando, GM-3 |
| Highlights | Basaltwände, Kiefernwald, Stauseen, La Laja, Mirador Bailadero (Ojila + Zarcita), Roques aus allen Winkeln |
| Markierung | Ruta 13, PR-LG 17, CV-1, Ruta 29, Ruta 1, Ruta 18, GR-131 (kombiniert) |
| Geeignet für | Erfahrene Einsteiger und Wanderer mit Grundkondition; kein Gipfeltag |
| Beste Saison | Ganzjährig; Frühjahr mit Blüten entlang der Südhänge |

Tipp: Die Runde nicht unterschätzen
Der erste Teil der Tour führt überwiegend bergab nach La Laja. Danach folgt der lange Wiederaufstieg zum Bailadero. Dadurch wirkt die Tour deutlich anspruchsvoller, als es die reine Kilometerzahl vermuten lässt. Man sollte seine Kräfte deshalb nicht bereits im ersten Abstieg verbrauchen und ausreichend Zeit für den Wiederaufstieg einplanen.n.
Die Route über La Laja und den Mirador de El Bailadero zu den vier markanten Roques von La Gomera
Abschnitt 1: Ruta 13 → Casa del Manco → PR-LG 17 Abstieg
Vom Parkplatz aus folgt man zunächst der Ruta 13 in Richtung Casa del Manco. Bereits in diesem Abschnitt eröffnen sich eindrucksvolle Ausblicke auf die Roques-Gruppe. Anschließend zweigt der PR-LG 17 in Richtung Barranco de Las Lajas ab. Lorbeerwald weicht Baumheide, Baumheide weicht Kiefern. Im Zickzack bergab ins Barranco de Las Lajas – Basaltwände, Bach, erstes Kiefernrauschen.

Abschnitt 2: Stausee → La Laja → CV-1
Am Talboden erreicht man das Barranco de Las Lajas. Wer möchte, kann einen kurzen Abstecher nach La Laja machen. Weiter auf der CV-1 bergauf zum Stausee Embalse de Las Lajas – ein grüner Spiegel. Dann folgt der steile Aufstieg in Richtung El Bailadero – dieser Abschnitt erfordert entsprechend Kondition.

Abschnitt 3: Embalse → Ruta 29 + Ruta 1 → Mirador El Bailadero
Von La Laja steigt man über Ruta 29 und Ruta 1 bergauf – das ist der anspruchsvollste Abschnitt der Runde. Der Fayal-Brezal-Wald wird dichter, die Sicht öffnet sich. Am Mirador de El Bailadero wartet der Lohn: Roque de Ojila (1.170 m) und Roque de la Zarcita (1.230 m) in Frontalansicht – von der Straße so nicht zu sehen.

Abschnitt 4: Roque de Ojila → GR-131 → Mirador de los Roques → Parkplatz
Vom Mirador de El Bailadero führt die Route weiter durch die Höhenlagen rund um die Roques. Über den markierten Wanderweg erreicht man den Bereich des Roque de Ojila und anschließend wieder den Mirador de los Roques an der GM-3. Von dort sind es nur noch wenige Schritte zum Ausgangspunkt.

Anfahrt
Mietwagen: Navigationsziel „Roque de Agando, La Gomera“ oder „Mirador de los Roques“ auf der GM-3. Normaler Mietwagen reicht. Cicar am Hafen San Sebastián.
ÖPNV: Eine Anreise mit dem Bus ist grundsätzlich möglich. Die Busse halten an der Haltestelle „Agando” an der GM-3. Aufgrund der geringen Taktung ist die Verbindung jedoch wenig flexibel. Für diese Rundwanderung ist ein Mietwagen daher die praktischere Wahl. Den aktuellen Fahrplan sollten Sie vor der Tour unbedingt prüfen.
Das Monumento Natural de los Roques: Vier Vulkanschlote
Die markantesten Felsformationen dieses Naturdenkmals sind Agando, Ojila, La Zarcita und Carmona. Es handelt sich dabei um ehemalige vulkanische Förderschlote beziehungsweise um intrusive Gesteinskörper, die durch die Erosion der umgebenden Gesteine freigelegt wurden.
Die markanten Felsformationen sind nicht nur aus geologischer Sicht interessant. An den steilen Felswänden und in den Ritzen der Roques wachsen zahlreiche typische und teils endemische Pflanzen La Gomeras. Besonders auffällig sind die verschiedenen Aeonium-Arten mit ihren fleischigen Blattrosetten, die selbst an trockenen und exponierten Felsen gedeihen. Auch der für die Höhenlagen typische gomerische Ginster prägt die Landschaft rund um die Roques.
Wer an den Roques unterwegs ist, sollte nicht nur auf die großen Felsformationen achten. In den Felsspalten zeigt sich die besondere Pflanzenwelt La Gomeras oft erst auf den zweiten Blick. Gerade im Frühjahr lohnt es sich, die Vegetation rund um die Felsen genauer zu betrachten.
| Roque | Höhe | Charakteristik |
|---|---|---|
| Roque de Agando | ca. 1.250 m | Der markanteste und bekannteste Roque der Gruppe |
| Roque de la Zarcita | ca. 1.230 m | Charakteristische Felsnadel nahe Agando |
| Roque de Ojila | ca. 1.170 m | Besonders eindrucksvoll vom Bailadero |
| Roque de Carmona | ca. 1.100 m | Teil der markanten Roques-Gruppe |

Auf dieser Runde erlebt man alle vier Roques: Agando am Start, Ojila und Zarcita am Bailadero, Mirador de los Roques am Schluss. Die Runde verbindet einige der besten Aussichtspunkte rund um die Roques und bietet Ausblicke auf Agando, Ojila, La Zarcita und Carmona aus verschiedenen Perspektiven.
Praktische Tipps
Wasser: Auf der Wanderstrecke gibt es keine verlässliche Möglichkeit, Trinkwasser nachzufüllen. Man sollte deshalb ausreichend Wasser für die gesamte Tour mitnehmen.
Notruf: 112 – Handyempfang im Barranco de Las Lajas eingeschränkt.
Wetterwechsel auf kurzer Distanz: Zwischen dem Roque de Agando und dem Tal von La Laja liegen mehrere hundert Höhenmeter. Die Temperaturen können stark variieren. Eine Kleidungsschicht und Sonnenschutz sind wichtig.
Beste Reisezeit
| Jahreszeit | Charakter | Hinweis |
| Jan – Feb | Klar, wenig Wolken, Stausee voll | Beste Fernsicht auf Teneriffa |
| Mär – Mai | Mild, Frühjahrsblüte auf Südhängen | Optimale Reisezeit; alle Highlights gleichzeitig |
| Jun – Sep | Warm bis heiß, sonnige Abschnitte | Früh starten; ausreichend Wasser und Sonnenschutz |
| Okt – Dez | Angenehm, nach den ersten Regenfällen zunehmend grüner | Gute Wanderzeit; Wetterlage beachten |

Hinweis: Nationalpark Garajonay und Monumento Natural de Los Roques
Die Wanderung führt durch die außergewöhnliche Landschaft rund um das Naturdenkmal Monumento Natural de Los Roques. Ein Teil des Gebiets liegt innerhalb des Parque Nacional de Garajonay, andere Bereiche grenzen unmittelbar an den Nationalpark und weitere Schutzgebiete.
Im Nationalpark und den angrenzenden Schutzgebieten gelten besondere Schutzbestimmungen. Besucher sollten sich daher unbedingt an die folgenden Regeln halten: Sie sollten ausschließlich auf den ausgewiesenen Wegen bleiben, keine Pflanzen entnehmen, keinen Abfall zurücklassen und die örtlichen Hinweise beachten.
Ausrüstung
| Schuhe | Feste Wanderschuhe – Abstieg felsig, Aufstieg Bailadero steil |
|---|---|
| Wasser | Mindestens 1,5 l; 3,5–4 Stunden Gehzeit |
| Sonnenschutz | Wichtig – Südhänge und offene Abschnitte |
| Kamera | Pflicht: vier Roques aus vier Perspektiven |
| Navigation | GPS-Track offline speichern; Abzweigungen PR-LG 17 und Ruta 29 beachten |
Tipp: GPS-Track und Routenplaner
Den vollständigen GPS-Track findet man kostenlos auf Sunhikes – La Gomera. Kompatibel mit Garmin und allen gängigen Wander-Apps für iPhone und Android.
Routenplaner: sunhikes.com/de/planer.
FAQ – Häufige Fragen zur Roques-Rundtour
Was macht diese Runde besonders gegenüber der Ruta 13?
Ist der Aufstieg zum Bailadero schwierig?
Kann man La Laja auch als Startpunkt verwenden?
Wie unterscheidet sich das Wetter zwischen Roque de Agando und La Laja?
Kann man den Abstecher ins Dorf La Laja auslassen, wenn man müde ist?
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com.


