Ausflüge & Aktivitäten: Wale, Basaltorgeln und 38 Kilometer bis Teneriffa
Nah. Unverhofft. Unvergesslich. Man sitzt auf dem Boot, dreißig Minuten ab Hafen Vueltas, und plötzlich taucht die Rückenflosse auf: ein Kurzflossen-Grindwal, drei Meter vom Bug entfernt. Der Kanal zwischen La Gomera und Teneriffa ist eines der zuverlässigsten Whale-Watching-Gebiete Europas – über 90 Prozent Sichtrate, ganzjährig. Und das ist nur eine von vielen Aktivitäten, die La Gomera neben dem Wandern zu bieten hat.
Vom Kanal-Wal bis zum Lorbeerwald von oben – Aktivitäten für jeden Stil
La Gomera ist nicht das klassische Strand-und-Sonne-Ziel, sondern eine echte Aktivinsel. Ob Bootstoure zu den spektakulären Basaltsäulen von Los Órganos, Tandem-Paraglidingflüge mit Blick ins Valle Gran Rey, Tauchgänge mit kristallklarer Sicht (und im Winter Chancen, Engelhaie zu sehen) oder geführte Touren durch den Garajonay Nationalpark: Die Insel bietet ein enorm breites Spektrum. Auch Tagesausflüge auf die Nachbarinseln Teneriffa und La Palma lassen sich problemlos einbauen. Wer mehr als ein paar Tage Zeit hat, findet hier garantiert mehr Abwechslung, als der Urlaub Tage hat.
Ausflug nach Teneriffa ab La Gomera: Anaga, Teide und Los Gigantes – 50 Minuten entfernt

Teneriffa liegt 38 km von La Gomera entfernt – und 50 Minuten per Fähre. Das macht die Nachbarinsel zum naheliegendsten Tagesausflug von La Gomera aus. Wer beide Inseln kennt, weiß: Sie könnten unterschiedlicher kaum sein. La Gomera: ursprünglich, grün, still. Teneriffa: groß, vielfältig, mit dem Teide (3.715 m) als geologischem Rückgrat und dem Anaga-Gebirge als eigenem Lorbeerwald-Wunder im Nordosten.
Whale Watching auf La Gomera: Über 90 % Sichtrate – ganzjährig

Der Kanal zwischen La Gomera und Teneriffa ist eines der besten Whale-Watching-Gebiete Europas. Über 90 % Sichtrate – das ist keine Touristenwerbung, das ist die realistische Erwartung für fast jede Tour. Ganzjährig leben Kurzflossen-Grindwale und Große Tümmler dauerhaft in diesen Gewässern. Im Frühjahr kommen Pottwale und Bartenwale dazu; im Herbst Schnabelwale und Raue Delfine.
Ausflug nach La Palma: Die Isla Bonita – steil, grün und voller Vulkane

La Palma trägt den Beinamen „Isla Bonita” – die schöne Insel. Und das ist nicht übertrieben. Sie gehört zu den steilsten und landschaftlich dramatischsten Inseln der Kanaren. Mit der Caldera de Taburiente verfügt sie über eine der eindrucksvollsten Erosionslandschaften des Archipels. Der Roque de los Muchachos erreicht eine Höhe von 2.426 Metern und beherbergt eines der bedeutendsten Observatorien Europas. Hinzu kommen ausgedehnte Lorbeerwaldgebiete, in denen dieselbe uralte Waldvegetation erhalten ist wie im Garajonay auf La Gomera. Und dann wäre da noch die Cumbre Vieja, deren Ausbruch im Jahr 2021 die Südwestseite der Insel nachhaltig veränderte.
Bootstouren auf La Gomera: Los Órganos, wilde Küste und das Meer von unten

Was man von der Küste La Gomeras nicht sieht, sieht man vom Meer aus: Steilwände, die senkrecht aus dem Wasser wachsen; Buchten ohne Straßenzugang und die Basaltorgeln von Los Órganos – eine Felswand aus prismatischen Säulen, die nur per Boot erreichbar ist. Bootstouren ab dem Hafen Vueltas eröffnen eine Perspektive auf die Insel, die vom Land aus verborgen bleibt.
Paragliding auf La Gomera: Startplätze, Tandemflüge und das Skypar Festival

La Gomera hat Steilhänge, Passatwind und eine Topografie, die für Paragliding wie geschaffen ist. Hänge, die steil aus dem Atlantik aufsteigen. Aufwinde, die an den Berghängen entstehen. Und Abflüge, die innerhalb von Minuten aus dem Bergland über die tief eingeschnittenen Täler führen.
Kayak auf La Gomera: Buchten erkunden, die zu Fuß unerreichbar sind

La Gomera besitzt keine durchgehende Küstenstraße. Viele Buchten und Felsformationen sind deshalb von Land aus nur schwer oder überhaupt nicht erreichbar. Per Kayak kommt man dorthin, wo Wanderwege enden und Bootstouren zu groß sind. An die Küste von El Cabrito. In die Buchten unterhalb von Valle Gran Rey. An die Felsnadeln südlich von Vueltas.
Klettern auf La Gomera: Roque Cano und Los Roques – Basaltnadeln über der Insel

La Gomera ist keine Kletterinsel im klassischen Sinne. Es gibt keine große Infrastruktur mit hunderten eingerichteten Sportkletterrouten und einen mit den bekannten Klettergebieten anderer Kanareninseln vergleichbaren Kletterbetrieb. Was es gibt, sind außergewöhnliche vulkanische Felsformationen und einige anspruchsvolle Mehrseillängenrouten – darunter der Roque Cano bei Vallehermoso und der Roque de Agando.
Sternenbeobachtung auf La Gomera: Wenig Licht, viel Himmel – und kein Touristenbetrieb

La Gomera hat keine Sternwarte. Kein offizielles Starlight-Reservat wie La Palma. Keine astronomischen Führungen mit Teleskopen aus dem Katalog. Was La Gomera hat, ist das Fundament aller Sternenbeobachtung: wenig Lichtverschmutzung, trockene Luft auf der Südseite und ein über 1.400 Meter hohes Bergland rund um den Garajonay. Ganz ohne astronomische Auszeichnung ist die Insel allerdings nicht: Die Gemeinde Alajeró im Süden La Gomeras ist offiziell als „Starlight Tourist Destination“ zertifiziert.
Geführte Nationalpark-Tour Garajonay: Lorbeerwald, Gipfel und Kulturgeschichte

Der Nationalpark Garajonay ist das Herzstück La Gomeras. Wer ohne Mietwagen unterwegs ist oder sich die Planung von Anfahrt, Wanderung und Sehenswürdigkeiten erleichtern möchte, kann den Park im Rahmen einer geführten Tour kennenlernen. Der Vorteil: Ein ortskundiger Guide verbindet die verschiedenen Stationen, erklärt die Besonderheiten des subtropischen Lorbeerwaldes, seine Entstehungsgeschichte und die Kultur der Insel.
La Gomera als Tagestour ab Teneriffa: Was in einem Tag wirklich möglich ist

Teneriffa und La Gomera trennen 38 Kilometer Atlantik und eine Fähre von 50 Minuten. Das macht La Gomera zum naheliegendsten Tagesausflug von Teneriffa aus – und täglich machen Hunderte von Urlaubern genau das.