Ausflug nach La Palma: Die Isla Bonita – steil, grün und voller Vulkane
La Palma trägt den Beinamen „Isla Bonita” – die schöne Insel. Und das ist nicht übertrieben. Sie gehört zu den steilsten und landschaftlich dramatischsten Inseln der Kanaren. Mit der Caldera de Taburiente verfügt sie über eine der eindrucksvollsten Erosionslandschaften des Archipels. Der Roque de los Muchachos erreicht eine Höhe von 2.426 Metern und beherbergt eines der bedeutendsten Observatorien Europas. Hinzu kommen ausgedehnte Lorbeerwaldgebiete, in denen dieselbe uralte Waldvegetation erhalten ist wie im Garajonay auf La Gomera. Und dann wäre da noch die Cumbre Vieja, deren Ausbruch im Jahr 2021 die Südwestseite der Insel nachhaltig veränderte.

Von La Gomera ist La Palma gut erreichbar – aber etwas aufwändiger als Teneriffa. Die Insel verdient mindestens eine Übernachtung.
Anreise ab La Gomera
| Option 1: Fähre (via Teneriffa oder Kombi-Linie) | Je nach aktuellem Fahrplan direkte Verbindung oder Fahrt im Rahmen einer Verbindung über Teneriffa. Fahrzeit und Umstieg hängen von der gewählten Verbindung ab. Nicht täglich – Fährplan unbedingt vorab prüfen! |
|---|---|
| Option 2: Flug (via Teneriffa Nord) | Flug oder Fähre von La Gomera nach Teneriffa, anschließend Weiterfahrt zum Flughafen Teneriffa Nord und Flug nach La Palma. Diese Variante ist meist deutlich aufwändiger als die Fähre. |
| Option 3: Über Teneriffa mit Übernachtung | Wer die Reise entspannt aufteilen möchte, kann La Palma mit einem Aufenthalt auf Teneriffa kombinieren und die Weiterreise am folgenden Tag fortsetzen. |
| Empfehlung | Mindestens 1 bis 2 Übernachtungen auf La Palma; für die wichtigsten Landschaftsräume sind 2 Nächte sinnvoll. La Palma ist zu groß für einen echten Tagesausflug. |
Fährplan prüfen
Aktuellen Fährplan auf navieraarmas.com und fredolsen.es prüfen, da die Verbindung La Gomera–La Palma nicht täglich verkehrt. Beide Reedereien bedienen die Strecke von San Sebastián de La Gomera nach Santa Cruz de La Palma – meist kommen die Schiffe dabei von Teneriffa und setzen ihre Fahrt über La Gomera weiter nach La Palma fort. Die reine Fahrtzeit liegt je nach Verbindung bei etwa 2,5 bis 4 Stunden.
Was La Palma von La Gomera unterscheidet
Beide Inseln sind grün, gebirgig und touristisch ruhig. Aber La Palma ist dreimal so groß (708 km²) und deutlich höher (Roque de los Muchachos 2.426 m vs. Garajonay 1.487 m). La Palma hat zudem eine spektakuläre Vulkangeschichte: Der Cumbre Vieja-Ausbruch 2021 hat die Südwestküste verändert – Lavafelder, abgekühlter Vulkanschlot, veränderte Küstenlinie. Ein Naturphänomen, das man auf La Gomera nicht findet.

Die wichtigsten Ziele auf La Palma
Caldera de Taburiente
Die Caldera de Taburiente ist eine der eindrucksvollsten Landschaftsformationen der Kanaren: ein Nationalpark mit rund 8 km Durchmesser und bis zu 2.426 m hohen Rändern. In der Caldera: Kiefernwald, Bachläufe, Wasserfälle und eine Landschaft von gewaltigen Dimensionen.
Wanderungen durch die Caldera können einen ganzen Tag beanspruchen. Besonders die Routen über Los Brecitos und durch den Barranco de las Angustias sind landschaftlich spektakulär, verlangen aber Trittsicherheit und eine gute Kondition. Lange Abstiege und Gegenanstiege sollten ebenso realistisch eingeschätzt werden wie die Dauer der Tour.

Ein Besuch des Mirador La Cumbrecita oder des Roque de los Muchachos ist dagegen auch ohne lange Wanderung möglich. Für die Zufahrt zum Mirador La Cumbrecita ist eine Parkplatzreservierung erforderlich. Die aktuellen Zugangszeiten und Reservierungsbedingungen sollten vorab geprüft werden.
Roque de los Muchachos
Auf 2.426 m – dem Gipfel La Palmas – befindet sich das Observatorio del Roque de los Muchachos, eine der wichtigsten Sternwarten Europas. Die Höhenlage, der klare Himmel und die geringe Lichtverschmutzung machen La Palma zu einem der bedeutendsten Standorte Europas für die astronomische Beobachtung. Tagsüber: spektakulärer Blick über alle Kanarischen Inseln; nachts: Sternenfeuer. Die Insel ist UNESCO-zertifiziertes Starlight-Reservat.

Cumbre Vieja – Vulkan 2021
Der Ausbruch des Tajogaite-Vulkans im September 2021 dauerte 85 Tage und veränderte die Südwestseite La Palmas nachhaltig. Neue Lavafelder, ein gewaltiger Vulkankegel und eine veränderte Küstenlinie machen die jüngste Vulkanlandschaft der Insel zu einem außergewöhnlichen Ziel.

Heute können Teile des Vulkangebiets im Rahmen geführter Touren und geregelter Besucherprogramme besucht werden. Ein eigenständiges Betreten der Lavafelder außerhalb freigegebener Bereiche ist nicht erlaubt und kann gefährlich sein. Der Zugang zum Vulkangebiet und zu einzelnen Aussichtspunkten kann sich ändern, deshalb sollte man den aktuellen Besucherstatus vor der Tour prüfen.
La Palma mit Übernachtung: Empfehlung
Ein Tagesausflug ist möglich, aber La Palma bleibt dann Oberfläche. Empfehlung: 2 Nächte. Tag 1: Anreise, Santa Cruz de La Palma (Hauptstadt, historisches Zentrum), Abend; Tag 2: Caldera de Taburiente oder Cumbre Vieja; Tag 3: Roque de los Muchachos, Rückfahrt.

Tipp:
Mehr über La Palma gibt’s auf go-la-palma.com – von Stränden über Wandern und Ausflüge bis hin zu Insel & Natur, Essen & Trinken, dem Magazin und praktischen Reisetipps.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Ausflug von La Gomera nach La Palma:
Ist La Palma nach dem Vulkanausbruch 2021 wieder sicher?
Was ist der Unterschied zwischen La Palma und La Gomera?
Lohnt sich La Palma als Tagesausflug?
Kann man das Lavafeld des Tajogaite-Vulkans auf eigene Faust betreten?
Wie schwierig ist eine Wanderung durch die Caldera de Taburiente?
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com.


