La Gomera: Die ursprünglichste Kanarische Insel – warum Wanderer diese Insel nicht mehr loslässt
Es gibt auf La Gomera keinen Charterflieger, keinen All-Inclusive-Komplex, keine Strandpromenade mit Souvenir-Kette neben Souvenir-Kette. Stattdessen: einen Lorbeerwald, der seit 20 Millionen Jahren wächst. Schluchten, die tiefer sind als jede europäische Schlucht. 600 Kilometer Wanderwege, die Wanderer seit Jahrzehnten zurückkommen lassen – Saison für Saison, Jahr für Jahr. Auch die detaillierten Wandertouren von Sunhikes zeigen, was La Gomera auszeichnet: eine Insel, die sich vor allem zu Fuß erschließt und dabei immer wieder neue Landschaften und Wege offenbart.

Die Insel, die man nicht vergessen kann
369 Quadratkilometer. Rund, kompakt, steil. La Gomera hat keinen langen Sandstrand, keine breite Ebene, kein flaches Küstenband. Alles läuft zur Mitte – zum Nationalpark Garajonay auf 800 bis 1.487 Metern Höhe. Von dort fallen die Schluchten in alle Richtungen ab: ins Valle Gran Rey im Westen, nach Hermigua im Nordosten, nach Benchijigua im Süden, nach Vallehermoso im Nordwesten. Jede dieser Schluchten ist ein eigenes Ökosystem, ein eigener Charakter, ein eigener Tag auf Wanderschuhen.

Wer La Gomera zu Fuß entdecken möchte, findet bei Sunhikes mehr als 40 detailliert beschriebene Touren – von kurzen Spaziergängen bis zu anspruchsvollen Ganztageswanderungen. Die Bandbreite reicht von der 0,8 km kurzen Ruta 4 (Los Barranquillos) bis zur 21,8 km langen Tour von Hermigua über den Alto de Garajonay mit 1.299 Höhenmetern.
Der Garajonay: Wandern durch den ältesten Wald der Kanaren
Der Nationalpark Garajonay gehört zu den eindrucksvollsten Wandergebieten La Gomeras. Sunhikes stellt dazu zahlreiche Touren mit detaillierten Beschreibungen und GPX-Tracks vor. Die zentralen Fakten: 3.984 Hektar, UNESCO-Weltnaturerbe seit 1986 und große Teile des Parks von ursprünglichem Lorbeerwald geprägt. Die 18 offiziellen Nationalpark-Routen bieten unterschiedliche Möglichkeiten, den Wald zu erleben.
Was das Magazin konkret beschreibt: Bartflechten hängen von den Ästen der Lorbeer- und Baumheidebäume. Der Boden ist mit Farnen und Moosen bedeckt. Der Bachlauf im Barranco del Cedro führt das ganze Jahr Wasser – der einzige permanente Fluss der Insel. An der Ermita de Lourdes – einem von einem englischen Stifter gespendeten Kapellchen mitten im Wald – wächst buchstäblich ein Baum aus dem Quellwasser.

Der Alto de Garajonay (1.487 m) ist an klaren Tagen Ausgangspunkt für einen Blick auf alle sieben Kanarischen Inseln gleichzeitig: Teneriffa mit dem Teide direkt gegenüber, La Palma im Nordwesten, El Hierro im Süden. In den Tourenbeschreibungen von Sunhikes wird der Alto de Garajonay besonders wegen seiner Panoramablicke hervorgehoben.
Ein Blick auf die bei Sunhikes dokumentierten Wanderrouten macht die besondere Wanderstruktur La Gomeras deutlich: Jede Schlucht wird zum Wanderkorridor, jeder Bergrücken zum Aussichtspunkt. Viele der heutigen Wanderwege folgen dabei historischen Verbindungen, die früher von Bauern, Hirten und Händlern genutzt wurden.
| Merkmal | La Gomera | Vergleich Kanaren |
| Nationalpark | Garajonay: Lorbeerwald, UNESCO 1986 | Teide: Vulkan; Caldera: Berge |
| Wanderwege | ca. 600 km Wanderwege; 18 offizielle Nationalpark-Routen | Teneriffa/La Palma vergleichbar, aber mehr Tourismus |
| Strände | Schwarzer Lavasand; keine weiten Sandflächen | Fuerteventura: weiße Dünen |
| Anreise | Fähre/Inselflug; kein Direktflug | Teneriffa/GC: Direktflüge aus ganz Europa |
| Tourismus | Keine Massenhotels; kein All-Inclusive | GC/TF: Vollspektrum Tourismus |
| Besonderheit | El Silbo (UNESCO 2009); Hippie-Geschichte Valle Gran Rey | Auf keiner anderen Insel so |

Das Valle Gran Rey: Schwarzer Sand und Sunhikes-Routen
Das Valle Gran Rey ist das touristische Gravitationszentrum der Insel. Von hier aus führen einige der abwechslungsreichsten Wanderrouten der Insel in die umliegenden Schluchten und Bergregionen. Sunhikes bietet dazu detaillierte Tourenbeschreibungen und GPS-Tracks. Der schwarze Sandstrand Playa del Inglés – im Magazin beschrieben als einer der schönsten Strände im Valle Gran Rey – liegt am Fuß einer Steilwand; FKK seit den 1970ern; 10 Minuten von der Promenade.

Vom Tal aus: Wanderung zum Wasserfall Salto de Agua im Barranco de Arure (kurze, lohnende Tour mit Wasserfall und Schluchtblick). Wanderung ins Hochtal La Matanza (verborgenes Hochtal direkt über Valle Gran Rey, kaum besucht). Abstieg auf der Laguna Grande – El Cercado – Valle Gran Rey-Route (9,4 km, schwer; Lorbeerwälder, Stauseen, Schluchten, Meerblick).
Die vier Regionen: Wie das Sunhikes-Magazin La Gomera gliedert
Norden: Hermigua und Agulo
Der Norden ist das feuchte, grüne, stille La Gomera. Hermigua liegt in einem tiefen Bananental; der historische Pescante mit seinen Betonpfeilern im Meer ist das Wahrzeichen. Eine besonders eindrucksvolle Tour, die bei Sunhikes ausführlich beschrieben wird, führt von Hermigua durch den Barranco del Cedro hinauf zum Alto de Garajonay. Die rund 11,1 km lange Strecke verbindet Bananental, Schlucht, Lorbeerwald und Hochland. Agulo thront auf einem Plateau; der Mirador de Abrante mit Glasbodenplattform gibt den Blick frei auf den gesamten Nordosten.

Westen: Valle Gran Rey und Arure
Der Westen ist das sonnige, lebendige, alternative La Gomera. Mirador César Manrique (Arure): Blick ins Tal; Windräder; Manrique-Handschrift. Playa del Inglés, Charco del Conde, Whale-Watching ab Hafen Vueltas. Das Sunhikes-Magazin zeigt den Westen mit dem Bild „schweinebucht-valle-gran-rey.jpg“ – einem der sogenannten Hippie-Strände der Insel.

Nordwesten: Vallehermoso und Alojera
Vallehermoso: Roque Cano (400 m, überragt den Ort); Castillo del Mar (historische Bananenverladestation, 1890, seit 2008 verlassen). Für den Nordwesten beschreibt Sunhikes die Route Vallehermoso – Playa de Alojera (GR-132) als abwechslungsreiche Tour über traditionelle Wege. Auf den 11,3 km wechseln sich Palmenhaine, Bergrücken, alte Steinstufen und die Chorros de Epina ab.

Süden: Benchijigua und Playa de Santiago
Der Süden ist das sonnigste und trockenste La Gomera. Naturschutzgebiet Benchijigua – botanisch die reichste Region der Insel; Feigenbäume, Mandeln, Agaven, wilde Orangen. Auch für das Naturschutzgebiet Benchijigua finden sich bei Sunhikes detaillierte Tourenvorschläge. Besonders eindrucksvoll ist die Route vom Roque de Agando über den Camino de Cabras bis nach Playa de Santiago: eine anspruchsvolle Tour, die unterschiedliche Landschaftsräume des Südens miteinander verbindet.

Warum Wanderer zurückkommen
Ein Blick auf die Vielzahl der bei Sunhikes dokumentierten Touren erklärt einen Teil dieses Phänomens: La Gomera hat mehr zu bieten, als sich in einem einzigen Urlaub erwandern lässt. Wer 10 Tage kommt, geht mit 20 Touren auf der Merkliste. Wer die Laguna-Grande-Abwanderung gemacht hat, will den Cumbre-de-Chijere-Bergrücken. Wer den Garajonay-Gipfel kennt, will El Cedro. Wer Valle Gran Rey kennt, fragt sich, was in Arguamul los ist.
Das ist das Prinzip La Gomera: Die Insel gibt immer mehr preis, als man auf den ersten Blick sieht. Und das ist auch der Grund, warum Wanderer, die einmal hier waren, nicht von Mallorca oder Teneriffa erzählen – sondern vom nächsten Besuch auf La Gomera.

FAQ: Wandern auf La Gomera
Ist La Gomera auch ohne Wandererfahrung interessant?
Welche Wanderroute eignet sich für Erstbesucher?
Welche Jahreszeit eignet sich am besten zum Wandern auf La Gomera?
Wie viele Tage sollte man für einen Wanderurlaub auf La Gomera einplanen?
Sind die Wanderwege auf La Gomera gut ausgeschildert?
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com.


