Ruta 1 – El Bailadero: Lorbeerwald, Vulkankegel und einer der schönsten Miradores des Nationalparks
Die Ruta 1 verbindet den mystischen Lorbeerwald des Nationalparks Garajonay mit zwei ganz unterschiedlichen Aussichtserlebnissen. Vom Parkplatz El Bailadero aus führt der Weg zunächst durch den feuchten Bergwald und bietet einen Blick auf die markanten Roques, bevor er weiter zum Mirador de Hermigua führt. Dort öffnet sich der Wald und gibt den Blick über das grüne Tal von Hermigua bis zum Atlantik frei.

| Distanz | 1,9 km |
|---|---|
| Höhenmeter | 169 hm (Hin und Rück) |
| Routentyp | Hin- und Rückweg |
| Schwierigkeit | Leicht |
| Dauer | ca. 45–60 Minuten |
| Startpunkt | El Bailadero (Parkplatz, Nordrand Nationalpark) |
| Saison | Ganzjährig |
| Markierung | Ruta 1 (offizielle Nationalpark-Markierung) |
| GPS-Track | Auf Sunhikes dokumentiert |
Tipp: Nicht am ersten Aussichtspunkt umdrehen
Das letzte Stück lohnt sich: Der Blick auf die Roques am El Bailadero ist beeindruckend. Wer noch etwas Zeit hat, sollte der Ruta 1 bis zum Mirador de Hermigua folgen. Dort verändert sich die Landschaft ein letztes Mal: Der Lorbeerwald öffnet sich und gibt den Blick auf das Valle de Hermigua und die Nordküste frei. Gerade diese Kombination aus Nebelwald, Felsformationen und Atlantik macht die kurze Route so abwechslungsreich.
Der Startpunkt: El Bailadero
El Bailadero liegt an der Nordostflanke des Garajonay-Nationalparks, an der Straße zwischen Hermigua und Agulo. Der Parkplatz ist gut erreichbar. Der Name „El Bailadero“ bedeutet wörtlich „Tanzplatz“ und verweist auf alte Überlieferungen: Hier soll ein magischer Ort gewesen sein, an dem sich die Inselgemeinschaft versammelte.

Der Weg: Kurz, aber charaktervoll
Die gut markierte Ruta 1 führt vom Parkplatz aus unmittelbar durch den alten Lorbeerwald mit Baumheide. Moose, Farne und die feuchte Waldluft prägen diesen kurzen Wegabschnitt. Besonders bei Nebel entsteht die für den Garajonay typische mystische Atmosphäre.
Am Aussichtspunkt Mirador El Bailadero öffnet sich der Wald und gibt den Blick auf die markanten Felsformationen Roque de Ojila und Roque de la Zarcita frei. Wer der Ruta 1 weiter folgt, erreicht den Mirador de Hermigua. Dort weitet sich die Landschaft plötzlich und man blickt auf die Terrassen und Siedlungen des Valle de Hermigua tief unterhalb sowie auf den Atlantik dahinter.
Anschließend geht es auf demselben Weg zurück zum Ausgangspunkt.

Was man sieht: Roques und Nordküste
Die Ruta 1 verbindet zwei besondere Perspektiven. Am El Bailadero stehen die imposanten Roques im Mittelpunkt, während sich vom Mirador de Hermigua aus der Blick weit über das grüne Nordtal bis zum Atlantik öffnet.
Die Roques sind ehemalige Vulkanschlote, deren widerstandsfähiges Gestein durch Erosion freigelegt wurde. Bei klarer Sicht reicht der Blick über die Nordküste. Bei Passatwolken kann sich die Landschaft dagegen innerhalb kurzer Zeit in ein dichtes Wolkenmeer verwandeln.

Kombination mit anderen Routen
Die kurze Ruta 1 eignet sich sowohl als eigenständige kleine Wanderung als auch als Ergänzung zu längeren Touren im Gebiet der Roques. Kombinationsmöglichkeiten von Sunhikes:
- Mit der Roques-Rundtour: Die Ruta 1 lässt sich mit der Rundwanderung Roque de Agando – La Laja – Mirador del Bailadero – Roque de Ojila verbinden.
- Als kurze Morgentour: Wer in El Cedro oder im nördlichen Inselbereich unterwegs ist, kann die Ruta 1 als kurze Tour durch den Lorbeerwald einplanen.
Praktische Hinweise
- Parkplatz El Bailadero: Die Zahl der Parkplätze ist begrenzt. In der Hauptsaison empfiehlt sich ein früher Start.
- Wasser: Ausreichend Trinkwasser mitnehmen; auf der kurzen Route sollte man nicht auf eine Wasserstelle unterwegs angewiesen sein.
- Schuhe: Auch auf einer kurzen Strecke sind feste Schuhe sinnvoll, da der Weg bei Nebel oder nach Regen feucht und rutschig sein kann.
- Navigation: Einen GPS-Track sollte man vorab offline speichern, da der Mobilfunkempfang im Nationalpark nicht überall zuverlässig ist.
Hinweis: Nationalpark Garajonay
Die Route verläuft vollständig durch den Parque Nacional de Garajonay. Der Nationalpark ist seit 1981 geschützt und wurde 1986 zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt. Auf einer Fläche von rund 3.984 Hektar schützt der Park eine der bedeutendsten Laurisilva-Landschaften der Kanaren. Der höchste Punkt ist der 1.487 m hohe Alto de Garajonay. Mehr als 85 % der Parkfläche sind von Lorbeerwald geprägt.
Im Nationalpark gilt es, folgende Regeln zu beachten: kein Feuer entzünden, Hunde an der Leine führen, ausschließlich markierte Wege benutzen, keine Pflanzen entnehmen und Abfall wieder mitnehmen.
Infostation La Laguna Grande: täglich 08:30–16:30 Uhr, Tel. +34 922 477 222
Besucherzentrum Juego de Bolas: täglich 09:30–16:30 Uhr.
FAQ – Häufige Fragen zur Ruta 1 – El Bailadero
Ist die Ruta 1 auch für Kinder geeignet?
Kann man El Bailadero mit dem Bus erreichen?
Lohnt sich die Ruta 1 auch bei schlechtem Wetter oder starkem Nebel?
Kann man die Ruta 1 als Rundweg gehen oder ist es ein reiner Hin- und Rückweg?
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com.


