Playa de Alojera: Schwarzer Sand, Felsrahmung und das ruhigste Meerwasserbecken der Insel
Es gibt Strände auf La Gomera, die man kennt, und Strände, die man nicht kennt, weil man nicht genug Zeit hatte. Die Playa de Alojera gehört zu den Orten, die man leicht übersieht – es sei denn, man wandert auf den Spuren der Nordwest-Touren (wie der bekannten Strecke von Vallehermoso nach Alojera) direkt darauf zu. 250 Meter schwarzer Lavasand, von Felsen gerahmt, mit einer kleinen Bar und einem Meerwasserbecken. Überwiegend von Einheimischen besucht. Fast immer ruhig.

Was Alojera besonders macht: Die Bucht ist durch ihre Felskonfiguration natürlich geschützt – weniger Atlantikswell kommt durch als an exponierten Stränden. Das Wasser ist klarer. Und das Dorf Alojera dahinter ist ein echtes gomersches Dorf: Palmhonig, Bar Perdomo, Casa de la Miel.
Der Strand auf einen Blick
| Untergrund | Schwarzer Lavasand; 250 m Länge |
|---|---|
| Lage | Nordwestküste La Gomeras; Dorf Alojera; Gemeinde Vallehermoso |
| Schutz | Natürliche Felsrahmung dämpft Atlantikswell; ruhigeres Wasser als offene Küste |
| Meerwasserbecken | Kleiner Steg und Meerwasserschwimmbecken am Strand |
| Gastronomie | Bar Prisma direkt am Strand |
| Besucher | Überwiegend Einheimische; kein Massentourismus |
| Achtung | Baden im offenen Meer: Strömungen beachten; nicht immer empfohlen |
| Beste Zeit | Ganzjährig; Sommer für ruhigstes Wasser; Oktober bis April für Wanderkombination |

Die Felsrahmung: Was die Bucht schützt
Die Besonderheit der Playa de Alojera liegt in ihrer natürlichen Geografie. Die Bucht ist von Felsen gerahmt – auf beiden Seiten erheben sich Basaltformationen, die den Strand von der offenen Nordwestküste abschirmen. Der Atlantikswell bricht sich an diesen Felsen, bevor er den Strand erreicht. Das Ergebnis: Im Vergleich zu exponierten Stränden wie der Playa del Inglés ist die Alojera deutlich ruhiger.

Vom Strand aus sieht man die Steilküste La Gomeras in beide Richtungen – nur Basalt, Meer, Himmel. Eine Küste, auf der keine Straße führt und keine Häuser stehen.
Das Meerwasserbecken und der Steg
Direkt am Strand befindet sich ein Steg mit angeschlossenem Meerwasserschwimmbecken. Das Becken ist natürlich-strukturell: Felsen und ein kleiner Steg formen einen geschützten Bereich, in dem das Wasser ruhiger ist als im offenen Meer. Für Kinder und schwächere Schwimmer die sicherere Alternative zum offenen Strand.

Der Steg selbst ist ein typisches Element solcher kleiner Küstenorte La Gomeras: keine große Infrastruktur, aber funktional. Man kann von ihm aus ins Wasser springen, schnorcheln und die Unterwasserwelt der Felsküste beobachten.
Die Bar Prisma: Einfaches Glück am Strand
Die Bar Prisma ist das einzige gastronomische Angebot direkt am Strand von Alojera – und das reicht. Kalte Getränke, einfache Snacks, ein Platz mit Blick auf das Meer. Keine Luxusküche, keine Reservierung nötig, keine Tischdecken. Genau das Richtige nach einem Bade- oder Wandertag.

Öffnungszeiten und Angebot variieren saisonal; in der Hauptsaison (Juni–September) in der Regel täglich geöffnet. In der Nebensaison: immer vor Ort prüfen.
Das Dorf Alojera: Palmhonig und kanarisches Flair
Hinter dem Strand liegt das Dorf Alojera – ein echtes Dorf der Nordwestküste La Gomeras. Bekannt für seinen Palmhonig (Miel de Palma): Der Saft der kanarischen Dattelpalme wird hier nach traditioneller Methode gewonnen – der Palmero schneidet die Palmkrone an und lässt den Guarapo (Palmsaft) auffangen, der dann zu Palmhonig eingekocht wird. Die Casa de la Miel de Palma im Dorf widmet sich ganz dieser traditionellen Herstellung. Hier kann man mehr über die Geschichte und Verarbeitung erfahren und traditionelle Produkte erwerben. Die Öffnungszeiten sollte man beachten; meist ist das Zentrum von Mittwoch bis Samstag geöffnet.

Im Dorf: Bar Perdomo (lokale Atmosphäre, kanarische Tapas), kleiner Supermarkt. Die Gassen in traditioneller Bauweise sind ein stilles Zeugnis der Baukultur La Gomeras.
Die Sunhikes-Wanderung: Vallehermoso → Playa de Alojera
Die Playa de Alojera ist das Ziel der Wanderung Vallehermoso–Alojera – einer der beliebtesten Tagestouren der Insel:
| Start | Zentrum Vallehermoso |
|---|---|
| Ziel | Playa de Alojera |
| Distanz | 11,3 km |
| Höhenmeter | ↑ 663 m / ↓ 867 m |
| Höchster Punkt | 839 m |
| Dauer | 3:30–4:15 h |
| Schwierigkeit | Moderat |
| Markierung | GR-132 |

Was man unterwegs sieht: Bergrücken mit Ausblick auf Roque Cano und Nationalpark, Stausee Encantadora, Restaurant Los Chorros de Epina, Quellen Chorros de Epina, Ermita San Isidro, Waldweg, Los Andenes de Alojera (charakteristische weiße Felsformation), Blick auf das Dorf und die Westküste, steiler Abstieg zur Playa.
Los Andenes de Alojera – jene weißen Basaltformationen, die die Westküste prägen – sind ein unverwechselbares Merkmal der Alojera-Küste, das man vom Strand aus nicht sieht, aber auf dem Abstieg.
Anreise
Mit dem Mietwagen: Von Vallehermoso über GM-1 Richtung Alojera; letzter Abschnitt CV-16 (kurvenreich; Vorsicht). Parkplatz im Dorf oder am Strand (begrenzt). Von Vallehermoso ca. 20 Min. Die Guagua-Gomera-Linie 5 fährt nur werktags (Montag bis Freitag) und unregelmäßig bis ins Dorf Alojera. Am Wochenende gibt es keinen Bus. Vom Dorf sind es noch etwa 15 Min. zu Fuß bergab bis zum Strand.

FAQ
Ist die Playa de Alojera sicher zum Baden?
Wo kann man Palmhonig in Alojera kaufen?
Ist die Wanderung Vallehermoso–Alojera auch für Kinder geeignet?
Gibt es direkte Parkplätze an der Playa de Alojera?
Wie kommt man mit dem Bus zur Playa de Alojera?
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com.


